(nf) Auf Einladung des Verein St. Peter und im Rahmen des Buch- und Literaturfestivals «Zürich liest» trugen am Mittwoch die jungen Autorinnen und Autoren aus der Gruppe der JULL (Junges Literaturlabor) Stadtbeobachter*innen im stimmungsvoll beleuchteten Chor der Kirche St. Peter ihre Texte vor. Darin beschreiben sie Zürich und seine Bewohnenden aus ihrer subjektiven Perspektive. Alle Texte verbindet – manchmal subtil, manchmal weniger – das Thema der «heiligen Orte».
Zuhörer im Chor der KircheBegrüssung durch Oliver Zügel, Präsident Verein St. PeterEinführung Richard Reich
Gina Bucher, Autorin und Schreibcoachin der Stadtbeobachter*innen, erklärt, dass dies einerseits dem Ort der Lesung geschuldet sei, andererseits würden alle Texte in ihrer ureigenen Weise auf die Frage eingehen, was einen Ort «heilig» oder bedeutsam mache. Und so nehmen die literarischen Erkundungen der sieben jungen Stadtbeobachter*innen die Anwesenden mit auf eine berührende, humorvolle, nachdenkliche und anregende Reise zu bekannten und unbekannteren Ecken und (Lebens)Räumen Zürichs.
Gina Bucher
Von Kirchenumnutzung bis zu existenziellen Fragen in der Fallätsche
Der erste Beitrag führt zur Kirche Wipkingen, die sich in einer Phase der Umnutzung befindet. Der Autor stellt sich die Frage, ob durch das sinnbildliche Abstreifen der Tradition, die viele Menschen in ihren Lebensentwürfen einengt, die Kirche als Raum wieder zu einem Ort werden kann, wo man gerne Zeit verbringt. Ein Ort, der lebt und deshalb wieder – «heilig» wird?!
Weiter geht es in atemlosem Tempo über den Friedhof Sihlfeld, zur Fallätsche, dieser markanten Steilwand ob Wollishofen bis zum Bücherbrocki. Wie Teile eines Mosaiks fügen sich die Sätze zu Bildern und erwecken die beschriebenen Orte vor dem inneren Auge zum Leben, setzen Assoziationen frei. Der Friedhof wird zum begehbaren Memento mori und am Steilhang wird darüber sinniert, was «Halt» bedeuten könnte.
Das Bücherbrocki und die Bärengasse – wo sich das JULL befindet – werden zu «Heimat», in der Bodega in der Münstergasse lernt die Autorin mit einem Augenzwickern und bei einem Glas Rioja erwachsen zu werden, im Opernhaus legt der Autor einen grossen Auftritt hin, als er zu spät in die Loge stolpert. Mal poetisch, mal kritisch und immer ganz persönlich eröffnen die Autorinnen und Autoren dem Publikum einen neuen Blick auf bisweilen Altbekanntes. Und sie laden die Zuhörenden dazu ein, sich zu fragen, welche Orte in der Stadt für sie «heilig» sind.(nf)
aufmerksame Zuhörer
Das Junge LiteraturLabor JULL ist ein öffentlicher Schreibort and er Bärengasse in Zürich. Hier arbeiten Schulklassen zusammen mit Autorinnen und Autoren, schreiben Jugendliche und junge Erwachsene in losen Verbänden oder allein. Nebst Schreibräumen gibt es auch Tonstudie sowie eine Bühne und ein Café im JULL.
Zürich liest Programm Sa und So (nf)
Im Anschluss unterhalten sich die Gäste und Autoren bei einem feinen Apéro mit Zopf.
Was als normaler Anlass des Verein St. Peter gedacht war stellte er sich bald als absolutes Hightlight heraus. Trotz 2 Führungen am 27. September war der Event in kurzer Zeit ausgebucht. Glücklicherweise konnte dank der Loge ein zweites Datum für 2 weitere Führungen im Februar 2023 gefunden werden, welche bereits jetzt ausgebucht sind. Zu Besuch waren wir bei der ältesten Loge Zürcher Freimaurer-Loge «Modestia cum Libertate» was soviel heisst wie «Bescheidenheit und Freiheit». Zur Zeit sind es 130 männliche Mitglieder. Daneben gibt es in Zürich auch reine Frauenlogen, sowie gemischte Logen.
Bei der ersten Führung begleitete uns Joel Jenny durch die Räume der Loge und beantwortete anschliessend offenen Fragen im Lavaterhaus.
Bei regnerischem Wetter fanden sich auch für die zweite Führung um 18 Uhr 80 Personen im Gebäude der Freimaurerloge am Lindenhofplatz ein und nahmen alsbald im Konferenzsaal des Gebäudes platz. Herr Christof Meister der auf dem Stuhl des Meisters vom Stuhl, so lautet die Bezeichnung für den jeweiligen Leiter, Präsidenten der Loge, platz nahm (er war selber von 2007-2011 Meister vom Stuhl) erläuterte uns die Geschichte, die Besonderheiten, Ziele und Grundsätze der Freimaurerei, wie Freiheit, Gleichheit und Toleranz. Die Ursprünge der Freimaurer gehen zurück bis zu den Gemeinschaften (Zünften) der Maurer, Handwerker und Erbauer der grossen gotischen Kathedralen im Mittelalter. Die beiden Bilder von Platon und Aristoteles im Konferenzsaal links und rechts des Meisterstuhls versinnbildlichen die geistige und die mehr handwerkliche und praktische Welt mit denen sich die Freimaurer auseinander setzen. Ûber viele kreisförmig angelegte Treppen gelangten wir in das allerheiligste, den Tempel in dem die traditionellen Rituale gefeiert werden und auch die feierliche Aufnahme von neuen Mitgliedern erfolgen. Wie der Konferenzsaal, ist auch der Tempel West-Ost ausgerichtet. Man betritt ihn von Westen, der dunklen Seite und er verläuft zum Platz des Meisters vom Stuhl im Osten, der hellen Seite der aufgehenden Sonne. In einem zweiten Teil begibt sich die ganze Gesellschaft zu Apéro und Imbiss ins Lavaterhaus, wo uns Christof Meister und Dimitri Jovanovic viele weiter Fragen beantworten. Bei der ersten Staffel um 16 Uhr hatte Joel Jenny die Führung und Fragestunde im Lavaterhaus übernommen.
Für tiefergehende Informationen lesen Sie am besten den ausführlicheren Artikel unter reformiert.ch.
In der Folge nun einige Stimmungsbilder von der zweiten Staffel im Lavaterhaus.
Annina Hess, Präsidentin des Verein St. Peter erwartet bereits die 80 Teilnehmer beim LogenportalDie Organistorin Annina Hess vom Verein St. Peter und Gastgeber Christoph Meister von der Modestia beantworten beim Apéro Fragen im Lavaterhaus.
Gekonnt wie immer führte uns Annina Hess, die Präsidentin des Verein St. Peter, durch die Traktanden der Generalversammlung. Die Jahresrechnung 2021, sowie das Budget 2022 wurden durch Andri Gartmann, Kassenführer, präsentiert. Die Revision der Jahresrechnung, geprüft durch die Revisorinnen Barbara Kobel-Pfister und Ursula Jenal, wurde von Barbara Kobel-Pfister kommentiert und zur Abnahme empfohlen. Der Jahresbeitrag pro Einzelmitglied bleibt bei Fr. 30. Annina Hess stellt in einer Grafik die Vorstandsmitglieder, die Kollektivmitglieder sowie die Projektleitungen vor.
Die vom Vorstand vorgeschlagenen Statutenänderungen machen Sinn und werden einstimmig ohne Enthaltungen angenommen. Die einzelnen Schritte des GV-Ablaufs, die Statutenänderungen, sowie weitere Infos entnehmen Sie dem beiliegenden Dokument zum Runterladen.
Stammtisch
Das Highlight des Stammtisches war die Vorstellung und vor allem Verspeisung der neu kreierten „St.-Peterli-Wurst“. Diese wurde von den Kreateuren trotz zeitweiligem Gewitterregen draussen vor dem Lavaterhaus fachgerecht gegrillt und durch diese mit feinem Brot serviert. Dazu ein paar Bilder:
Dazu einige Stimmungsbilder
Hier noch Schnappschüsse aus dem „St.-Peterli-Wurst“ Entwicklungslabor
Christop A. Meier, Christof Burkard, Christa FehlmannAnnina Hess-Cabalzar, Christa Fehlmann
Die professionelle Beurteilung der neue Wurst-Kreation durch den Metzgermeister Felix Bär lautete „hervorragend“, was den Hauptkreateur Christof Burkard ausserordentlich freute.
Felix BärChristof Burkard
Nach der Gastronomie kam auch das musikalische Element zum Zug mit dem virtuosen und vielfältigem Handharmonika Spiel des Ukrainers Victor Chynko und später noch zusammen mit seiner Tochter Tanja Chynko
David Hauser hat im Bereich Neurobiologie über die Lokalisation und Eigenschaft eines Neurotransmitters gearbeitet, welcher im einem für die Datenspeicherung verantwortlichen Hirnbereich zu finden ist. Er zeigt und auch, dass seine Erkenntnis nur ein kleiner aber doch erfolgreicher Schritt zu Verständnis der komplexen Vorgänge im Hirn darstellt.
Neu hat er in die Impfforschung gewechselt und ist mitverantwortlich für die Entwicklung eines neuen Sars-Cov2 Impfstoffes mit inaktivierten Viren. Neu an diesem Impfstoff ist dessen Verabreichung über die Nasenschleimhaut mit einem Spray anstelle der üblichen intramuskulären Injektion. Somit erfolgt die Impfung über denselben Weg, den das Virus natürlicherweise über die Atemwege benutzt. Dadurch erhofft man sich inter anderem die Bildung von lokal in den Schleimhäuten induzierten Antikörpern, welche dann das aktive Virus bereits beim Einatmen in der Nase stoppen können, bevor es weiter in die Atemwege vordringt.
Iso Camartin geht dieser Frage in seinem gleichnamigen Buch nach und gibt einen Einblick in das Leben und Wirken des Komponisten. Rudolf Lutz spielt auf der Orgel aus im Buch besprochenen Werken im Original und in Improvisationen.
Einladungskarte mit Details zu Iso Camartin und Rudolf Lutz, sowie zum Programmabalauf
Hier kann das Buch erworben und anschliessend vom Autor signiert werden.Einführung durch Annina Hess-Cabalzar, Präsidentin des Verein St. PeterAuch die Pfarrerin vom St. Peter, Cornelia Camichel-Bromeis und die Organistin Margrit Fluor berichten über ihre Konakte zu J.S. Bach und seiner MusikDie Verlegerin des Buches, Anne Rüffer interviewt Iso Camartin über den Inhalt des Buches. Er berichtet in einem lebendigen begeisterten Stil und mit enorm fundiertem Wissen über das Leben und Werk von J.S.Bach und über den Zeitgeist in dem die Werke entstanden sind. Selbst als Laie wird man von seinem Erzählstil gepackt. Werke und Improvisationen von Werken aus dem Buch, gespielt von Rudolf Lutz
Apéro und Imbiss bei wunderschönem Wetter auf der St.-Peter-Hofstatt
Vortrag im Rahmen der Predigtreihe «Vulnerabilität» Referent: Prof. Dr. med. Christop A. Meier, Direktor Klinik und Poliklinik Innere Medizin, UniversitätsSpital Zürich + spezieller Stammtisch Donnerstag, 10. März 2022, 18:15 Uhr, Lavatersaal, St.-Peter-Hofstatt 6, 8001 Zürich
In seinem Referat erläutert Prof. Dr. med. Christoph A. Meier, die grosse Bedeutung der gemeinsamen Entscheidungsfindung Patient:in und Ärzt:in (Shared Decision Making) sowie einer Gesundheitsversorgung, in der die Werte und die Lebensweise der Betroffenen einbezogen werden (Value Based Medicine).
Die Einführung zum Thema erfolgt durch Annina Hess-Cabalzar, Präsidentin des Verein St. Peter auch als Vertretung der Akademie Menschenmedizin (AMM) in der Forschungsgruppe. Kontakt: Tel. 079 279 81 21, Mail: info@menschenmedizin.ch
Beim drauffolgenden Stammtisch wird zum ersten Mal öffentlich das sich gerade in Entwicklung befindende Online-Instrumentarium, zur persönlichen medizinischen Entscheidungsfindung vorgestellt. Interessierte sind eingeladen, das Programm vor Ort ab 19.30 Uhr zu testen.
Kranksein geht oft mit Schrecken einher. Es hilft, sich zu informieren, Möglichkeiten der Behandlung abzuwägen, den eigenen Weg zu finden – und damit vom Erschrecken zur Handlung zu kommen.
Hier einige fotografische Eindrücke vom Anlass
Die Reihe füllen sichnach und nachEinführung zum Thema durch Annina Hess-CabalzarProf. Christop MeierDiskussionsrundeVerschiedene Gruppentesten das neue Programm zur Entscheidungsfindungfür das leibliche Wohl ist grosszügig gesorgt
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